Einige Gedanken zu Themen
im Bereich Webdesign:


Webdesign

Farben

Der Computermonitor stellt Farben durch drei leuchtende Punkte in den Farben Rot, Grün und Blau dar, die zusammengenommen schließlich ein Bildschirmpixel bilden. Aufgrund der drei Grundfarben wird dieses Farbsystem RGB genannt. Ursprünglich war die sichere Darstellung der Farben am Monitor auf eine Anzahl von 216 (Netscape) bzw. 256 (Windows und Mac) beschränkt. Während die Beschränkung auf 256 Farben noch heute etwa für das GIF-Format Gültigkeit hat, hat sich die Anzahl der darstellbaren Farben mit der technischen Weiterentwicklung der Grafikkarten und Monitore in den mehrstelligen Millionenbereich vergrößert.

Im Umgang mit dem millionenfachen Farbangebot auf Mausklick gilt es auch in Bezug auf die Webseitengestaltung einige Aspekte im Blick zu behalten.
In unserem Kulturkreis wird den unterschiedlichen Farben eine jeweils eigene Wirkung zugeschrieben, Blau etwa wird von den meisten Menschen als kühl empfunden, Grün als beruhigend und Rot als aggressiv, aber auch als warm. Natürlich ist die Intensität der Wirkung individuell unterschiedlich und wird unter anderem von dem jeweiligen Farbton, der Helligkeit und der Farbtiefe beeinflusst. Darüber hinaus werden viele Farben mit bestimmten Eigenschaften (jugendlich, konservativ, freundlich, abweisend, beweglich, ruhig etc.) assoziiert, was (in der Kombination) nachweislich auch Einfluss auf die Produktwirkung und auf das Kaufverhalten ausübt. Die Produkte und die anvisierte Zielgruppe stehen deshalb mittelbar in einem Verhältnis mit der Farbwahl. Eine spezielle Farbe oder Farbkombination als Teil der Corporate Identity kann, abhängig vom Bekanntheitsgrad des Unternehmens, auch eine direkte Assoziation zu einem bestimmten Produkt bewirken. Ein Beispiel dafür ist sicherlich die Verbindung der Farbe Magenta mit der T-Com.

Farbe erregt Aufmerksamkeit. Neben der Leitfarbe, die in erster Linie zur Strukturierung eingesetzt wird, werden weitere Farbe deshalb auf Internetseiten vor allem gezielt genutzt, um etwas hervorzuheben oder abzusetzen. Wer sich ein wenig im Netz umschaut, wird feststellen, dass zumeist neben Schwarz, Weiß und Grautönen nur drei, maximal vier Farben auf professionell erstellten Seiten eingesetzt werden – Bilder natürlich nicht mitgerechnet. Denn je vielfarbiger eine Seite gestaltet ist, desto schwieriger ist in vielen Fällen auch eine sichere Benutzerführung und die Fokussierung auf das Wesentliche.

Welche Farben letztendlich eingesetzt werden, und ob diese Farben einen starken Kontrast bilden oder lieber als Ton-in-Ton-Mischung wenig Spannung erzeugen sollen, oder ob Sie bewusst Komplementärfarben, z.B. Blau/Gelb einsetzen, hängt von den Produkten und damit etwaigen Zielgruppen, der eigenen Philosophie und auch dem persönlichen Geschmack der Verantwortlichen ab.

 

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